Am Anfang stand eine Vision

Schon in den 80er-Jahren hatte Herbert Hierzegger die Vision einer Skihütte am Lawinenstein. „Utopisch“, „Spinnerei“, „Nicht zu verwirklichen“ – das waren damals noch die harmlosen Reaktionen seiner Umwelt. Womit die Vision vorerst begraben war.

Aber als 2002 der neue Sessellift auf den Lawinenstein gebaut wurde, erwachte die Vision zu neuem Leben! Dankenswerterweise erlaubte der Liftbetreiber Hubert Mayerhofer, einen Abwasserkanal in die Künette der Beschneiungsanlage mit ein zu bauen. Gleichzeitig kam das OK, die Beschneiungsleitung für die Wasserversorgung einer möglichen Skihütte zu nutzen. In weiterer Folge suchte Herbert Hierzegger um die Wassernutzung bei der Alpgenossenschaft Tauplitz an. Als auch dieses Ansuchen positiv erledigt war, ging es an die konkrete Planung einer Skihütte.

Herbert Hierzegger musste nicht nur die eigene Familie von seiner Idee überzeugen, auch die Firmen, die zur Angebotslegung eingeladen wurden, standen dem Vorhaben skeptisch gegenüber, zumal es keine Baustellen-Zufahrt gab. Aber getreu seinem Motto „Probleme sind zum Lösen da“, fand er mit Architekt Johann Lämmerhofer und der Baufirma Brandl aus Bad Ischl verlässliche Partner, die das Projekt in einer unglaublich kurzen Bauzeit von nur 4 ½ Monaten realisieren sollten.

Grundlage dafür war aber der unermüdliche Einsatz von Herbert Hierzegger und Sohn Markus, die ab Anfang Mai 2006 in Nachtschichten 280 Tonnen Sand und Schotter mit Pistenfahrzeugen (die dafür mit speziellen Kippmulden ausgestattet wurden) auf den Lawinenstein transportierten. Nachtschichten deshalb, weil der Schnee am Tag zu weich wurde. Mitte Mai 2006 wurde klar, dass an einen Transport der Betonfertigteile für den Keller und der Holzteile für die Blockhütte mittels Schneefahrzeugen nicht mehr zu denken war, weil es auch in der Nacht zu warm wurde. Der neue Plan lautete: Schneeschmelze abwarten und Transport mittels Traktoren versuchen, oder Hubschrauber-Transporte organisieren.

Aus Kostengründen wurden die Hubschrauber-Transporte schnell verworfen und Mitte Juli 2006 wurde begonnen, mit 2 Traktoren 1400 Tonnen Material in insgesamt 600 Arbeitsstunden auf den Lawinenstein zu transportieren. Der an der Piste entstandene Flurschaden wurde nach Abschluss der Arbeiten selbstverständlich beseitigt.

Am 12. Juli 2006 begannen die Aushubarbeiten, am 20. August 2006 wurde der Keller fertig-gestellt und mit der Hüttenmontage begonnen. Nach einem kurzen Wintereinbruch Ende August war der Hütten-Rohbau am 8. September 2006 fertig! Dann ging es zügig an die Innenausbau-Arbeiten und am 26. November 2006 gaben die letzten Handwerker den Eröffnungsgästen die Klinke in die Hand!

Mit der neuen Skihütte erfüllte sich Herbert Hierzegger den lang gehegten Wunsch einer völlig neuen Attraktion auf der Tauplitzalm. Mit dem gut eingeführten Hotelbetrieb auf der einen Seite und einer einzigartigen Skihütte auf der anderen Seite sollten auch die Weichen für die mittelfristig anstehende Übergabe des Betriebes an seinen Sohn gestellt werden.

Aufgrund dieser Tatsache und günstigerer Fördermöglichkeiten für Jungunternehmer hat sich sein Sohn Markus aber entschlossen, s’Kriemandl von Beginn an selbständig zu betreiben.

Offizielle Eröffnung am 2. Dezember 2006

Nach der inoffiziellen Eröffnung für Freunde und Baupartner und einem kurzen Probebetrieb, wurde die Skihütte s’Kriemandl am 2. Dezember 2006 offiziell eröffnet. Dafür wurde als Stargast „Antonia aus Tirol“ engagiert, die den zahlreichen Eröffnungsgästen ordentlich einheizte! Seit der Eröffnung ist s’Kriemandl der Treffpunkt auf der Tauplitzalm, und wird von Einheimischen wie Gästen begeistert angenommen.

Link zu den Impressionen in der Skihütte  Kriemandl

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